Grenzdaten: 23.10.1865 bis 16.2.1868

Stempelfarbe- & Qualität: Die Gravurtype des Stempels wurde in zwei verschiedene Farben verwendet.

1N1a = schwarze Abschläge von 23.10.1865 bis 2.11.1865
1N1b = blaue Abschläge von 2.11.1865 bis 13.2.1868

Ab Herbst 1866 entsteht eine kleine Lücke im Innenkreis direkt unter dem N in BERLIN.
Die Abschläge sind 1865 und 1866 unterschiedlich, ausgesprochen klare Abstempelungen sind selten.
Ab 1867 fast ausschließlich schlechte Abschläge, welche SPALINK auf die Qualität der Stempelfarbe zurückführt. 1867 finden sich auch überdurchschnittlich viele Dienstbriefe, was auch mit der Qualität der Abschläge in Zusammenhang gebracht werden kann (hohes Postaufkommen).

Besonderheiten:

Zeitgruppen: Im Frühjahr 1867 wurde die Zeitgruppenwalze getauscht, was bei der Zeitgruppe 3-4 ersichtlich wird.

Kopfstehende Datumsangaben und andere Irrtümer: keine

Verwendungsformen: Preussen, Norddeutscher Postbezirk

 

Preussen

 

In schwarzer Farbe aufgrund der sehr kurzen Verwendungszeit von nur einer Woche sind Belege (3/5) sehr selten.  In blauer Farbe sind frankierte als auch unfrankierte Belege (0/5) leicht zu finden.

 

23.10.1865 - Frühdatum dieser Gravurtype. Das Früdatum zeigt die bei der Type 1 in den letzen Verwendungsmonaten auftrettende Lücke zwischen I und N im Innenkreis. Da dieser auch noch bei späteren Abschlägen zu finden ist.

 

1.11.1865 - Späte Verwendung der Stempeltype in schwarzer Farbe.

 

2.11.1865 - Letzte bekannte Verwendung der Stempeltype in schwarzer Farbe auf einem moderierten Ortbrief.

 

2.11.1865 - Frühester bekannter Verwendung der Stempeltype in blauer Farbe.

 

4.11.1865 - Ortsbrief mit einem frühen Abschlag des Stempels in blau.

 

12.4.1866 - Seltene Entwertung auf der Freimarkenserie von 1858 bis 1860.

 

4.5.1866 - Unfrankierter doppelt schwerer Auslandsbrief nach Paris, der dem Empfänger 12 Decimes kostete. Für unfrankierte Briefe nach Frankreich  aus der 2. Preussischen Entfernungszone mussten 5 Sg. (6 Decimes) bezahlt werden.

 

 

20.10.1866 - Muster ohne Wert nach Eibau mit einem selten klaren Abschlag dieser Stempeltype.

 

27.11.1866 - Unfrankierter Brief nach Hirschberg.

 

15.1.1867 - Ortsbrief Berlin. Ab 1.1.1861 galt bei Massenauflieferung von 100 Briefen ein moderiertes Porto von 4 Pfennige.

 

10.3.1867 - Ganzsachenumschlag U26A mit 1 Sg. Freimarke nebst angehängtem Reihenzähler als Zusatzfranko.

 

10.3.1867 - Auslandsbrief nach Amsterdam, da Berlin im 2. Taxrayon lag war der Brief mit 3 Sg. zu frankieren.

 

17.7.1867 - Portofreie Dienstsache nach Angermünd

 

27.11.1867 - Portofreie Dienstsache nach Angermünd.

 

 

Norddeutscher Postbezirk

Aufgrund der kurzen Verwendungszeit dieser Gravurtype (6 Wochen) im Norddeutschen Postbezirk sind Belege (1/5) eher selten.

 

11.2.1868 - Klarer Abschlag auf einer 1 Groschen Marke.

 

 

Besonderheiten

Wie schon bei SPALINK registriert, wurden im Frühjahr 1867 von einer Reihe der Zeitgruppen die Abschläge immer schlechter und die Walze wurde vermutlich im Mai oder Juni 1867 ausgetauscht.

Die neue Walze ist an der „offenen“ 4 erkenntlich.

 

geschlossene "4" offene "4"

Im Moment läst sich der Zeitpunkt des Wechsels auf den Zeitraum vom 12.4.1867 bis zum 17.7.1867 einschränken.

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