Grenzdaten: 18.2.1865 bis 8.9.1865

Stempelfarbe- & Qualität:

Abschläge grau-schwarz bis schwarz.

Besonderheiten: Ab Ende Juli 1865 zeigt der Stempel zwischen I und N in BERLIN eine etwa 1 mm große Lücke im Innenkreis.

Zeitgruppen: keine
Kopfstehende Datumsangaben & andere Irrtümer: keine

Verwendungsformen: Preussen



Preussen


Das Stempelwerkzeug war beim Berliner Hofpostamt zur Abfertigung der Briefpost (1/5) eingesetzt. Es sind auch zahlreiche Verwendungen auf portofreien Dienstbriefen (0/5) belegt.

 

4.3.1865 - Die Portofreie Dienstsache nach Charlottenburg (damals noch eigenständige "Großstadt") zeigt einen relativ frühen Abschlag des Berliner Hufeisenstempels.

 

15.4.1865 - Eine Schweizer Klage, die vor dem Berliner Stadtgericht gegen einen säumigen Zahler erhoben wurde. Das Urteil zugunsten der Schweizer Firma wurde in diesem Brief mitgeteilt. Gerichtsvorgänge dieser Art klappten offensichtlich auch zwischenstaatlich.

Der Faltbrief wurde unfrankiert als Portobrief versandt. Porto und Franco waren gleich. Die „40“ Rappen -rot- (entsprach 12 Kreuzer) wurden vom Empfänger kassiert. Der Preußischen Post wurden „9“ Kreuzer -blau- angerechnet.

 

28.4.1865 - Auslandsbrief nach Frankreich, der mit 4 1/2 Groschen korrekt frankiert wurde. Unübliche Darstellung des 4 1/2 Groschen Portos; die 2 Sgr. Marken in der selteneren Farbnuance "Preussisch Blau".

 

 

9.5.1865 - Ortseinschreiben Berlin, frankiert mit 2 Sgr; dies entspricht 1 Sgr. für Ortsbriefe innerhalb Berlins und 1 Sgr. für die ermäßigte Einschreibegebühr. Ortseinschreiben waren bis 1.1.1875 gegenüber anderen Einschreibesendungen vergünstigt.

 

22.6.1865 - Portofreie Dienstsache nach Coeln. Die Briefhülle zeigt einen für die Zeit bei der Dienstpost typischen "Aktenschnitt" unten links.

 

13.7.1865 - Kleiner Ortsbrief mit 1 Sgr. korrekt frei gemacht. Für Ortsbriefe gab es in der Regel vergünstigte Tarife, Berlin war eine Ausnahme von dieser Regel.

 

31.8.1865 - Auslandsbrief nach Montreux in der Schweiz. Der Abschlag zeigt den für Entwertungen ab Ende Juli signifikanten Innenkreisspalt zwischen I und N in BERLIN. Der Brief wurde mit 5 Sgr., für Zielorte die weiter als 10 Meilen von der Grenze entfernt waren, korrekt frankiert.

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